Ansgar Zerfaß am 4. November 2008, in - 334 Kommentare
Die Herausforderungen und Chancen sind identifiziert – doch noch mangelt es an Kompetenzen beim Übergang von Print zu Video im Social Web. Dies ist ein Ergebnis der ersten deutschlandweiten Studie zur Nutzung von Onlinevideos in Journalismus und PR, die wir an der Uni Leipzig durchgeführt haben. Der Ergebnisbericht und eine Videoreportage zum Thema sind ab sofort verfügbar.
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Ansgar Zerfaß am 18. Juni 2008, in , - 8 Kommentare
Im Bundestagswahlkampf 2009 werden die Parteien stärker in die Online-Kommunikation investieren denn je. Dies zeigt die gerade laufende Diskussion beim DMMK Deutscher Multimedia Kongress 2008 in Berlin. Steffi Lemke, Bundesgeschäftsführerin von Bündnis90/Grüne, lehnt die gezielte Ansprache per E-Mail und Microtargeting ab. Sie sieht große Chancen in der Initiierung selbstorganisierter Kommunikationsformen von politischen Unterstützern. Das, so Lemke, passt zur Kultur und Geschichte der in Neuen Sozialen Bewegungen und Bürgerrechtsbewegungen verwurzelten Oppositionspartei. Zudem ist die grüne Kernwählergruppe – akademisch ausgebildete Frauen bis 45 – hoch affin für das Web 2.0.
SPD-Generalsekretär Hubertus Heil setzt neben partizipativen Angeboten wie myspd.net auf integrierte Medienkonzepte. Denn die Funktion der Leitmedien, so tagesschau.de-Redaktionsleiter Jörg Sadrozinski bei der von Christoph Dowe (politik-digital.de) moderierten Debatte, gilt weiterhin. Professor Jo Groebel, Deutsches Digitales Institut, folgert deshalb: “Wähler reagieren sehr schnell auf einzelne Personen, Emotionen und Botschaften. Das bietet neue Chancen für die Kommunikation im Web 2.0″.
Der drohende Kontrollverlust durch neue Kommunikationsformen, den Internet-Vordenker David Weinberger in der Eröffnungsrede des heutigen DMMK herausgearbeitet hat, wird von den Parteien anscheinend nicht als Bedrohung gesehen. Kontroverse Diskussionen zu Themen wie zum Beispiel dem Grundeinkommen für alle sind laut Heil auch in myspd.net möglich. Wie weit eine solche offene Kommunikation in Zeiten des harten Wahlkampfs allerdings wirklich möglich ist, wird das nächste Jahr zeigen.
Ansgar Zerfaß am 28. April 2008, in - 21 Kommentare
Unter dem doppelsinnigen Titel Social Media PReview schauen Timo Lommatzsch von der FH Hannover und Bastian Scherbeck von der Agentur Achtung! aus Hamburg mit der PR-Brille auf Trends im Social Web. Das Ganze wird als Podcast serviert, der entweder auf der Website der Betreiber oder auch – etwas versteckt – im iTunes-Portal (Direktlink) abonniert werden kann. Das Reinhören lohnt sich!
Ansgar Zerfaß am 16. Februar 2008, in - 3 Kommentare
Eine seltene Gelegenheit zum intensiven Austausch über die aktuellen Trends der PR 2.0 verspricht das EuroBlog 2008-Symposium vom 13. bis 15. März in Brüssel. David Weinberger, Verfasser des Cluetrain-Manifests, und micropersuasion-Blogger Steve Rubel aus den USA, Neville Hobson aus Großbritannien, Ansgar Zerfaß, Martin Oetting und Thomas Pleil aus Deutschland sowie Philippe Borremans aus Belgien sind nur einige der angekündigten Diskussionspartner. Zahlreiche Fallbeispiele und ein Panel zu Social Web als Unterrichtsmedium ergänzen das Programm. Die europäische PR-Forscherorganisation EUPRERA und Edelman als Veranstalter wollen ein Zeichen setzen für einen doppelten Brückenschlag zwischen USA und Europa sowie zwischen Theorie und Praxis. Wer dabei sein möchte, sollte Neugier und Diskussionsfreude mitbringen sowie sich baldmöglichst unter www.euroblog2008.org anmelden. Die Teilnahme kostet für PR-Professionals und Wissenschaftler zwischen 150 und 300 EUR, Studierende werden gesponsort und können kostenlos dabei sein.
Thomas Praus am 15. Dezember 2007, in - 1 Kommentar
Da wir ja leider so selten dazu kommen, hier etwas zu schreiben, möchten wir doch wenigstens ein paar Artikel und Websites empfehlen: Zum einen das Medienkompetenz-Quiz, das wahrscheinlich wieder nur die Medienkompetenten finden [via Metablocker], die Aufmerksamkeit Jeff Jarvis‘ für einen hiesigen Blogger und eine sehr kompakte Reflektion von Thomas Pleil über die Reaktionen auf die StudiVZ-AGBs und Googles tatsächlich bedenkenswürdiges Projekt Knol.
Ansgar Zerfaß am 6. Dezember 2007, in , - 1 Kommentar
Der Austausch zwischen Forschung und PR-Praxis steht im Mittelpunkt der EuroBlog-Treffen, die bereits 2006 in Stuttgart und 2007 in Gent mit großem Erfolg organisiert wurden. Neville Hobson und andere waren in diesem Jahr dabei – jetzt ist der Startschuss für alle Redner gefallen, die vom 13. bis 15. März 2008 in Brüssel präsentieren möchten. Der Call for Papers findet sich auf der EuroBlog 2008-Website. Bis zum 7. Januar muss ein maximal zweiseitiges Abstract eingereicht werden. Beiträge aus dem deutschsprachigen Raum (Theorie und Praxis) waren bislang immer gut vertreten und sind erneut gewünscht. Im internationalen Programmkomittee ist u. a. Ansgar Zerfaß, Uni Leipzig, vertreten. Veranstaltet wird das Symposium von der European Public Relations Education and Research Association mit Unterstützung von Edelman Public Relations.
Thomas Praus am 17. September 2007, in , - 2 Kommentare
Thomas Pleil berichtet über eine Studie bei der 250 Vertriebsmitarbeiter von mittelgroßen Firmen in Großbritannien über Business Blogs befragt wurden. Diese scheinen im Portfolio der Marketinginstrumente angekommen zu sein, die Hälfte aller Firmen betreibt inzwischen eigene Blogs und/oder hält ihre Mitarbeiter zum Bloggen an, häufig allerdings erst seit einem halben Jahr. Ein Drittel der Befragten stellte “significant business opportunities” durch das Bloggen fest.
Feedback der Kunden zu bekommen, ist dabei besonders wichtig. Erst an zweiter Stelle folgt die Entwicklung neuer Geschäftspotentiale. Verglichen mit Deutschland sind britische Firmen also schon einen ganzen Schritt weiter.
Dietrich Boelter am 14. August 2007, in - 9 Kommentare
Die Tagung: “Liebes Tagebuch…” der Evangelischen Akademie im Rheinland über alte und neue Tagebuchkulturen widmet sich Tagebüchern als kulturelle und wissenschaftlich wertvolle Zeitzeugnisse. Ein spannender und weit umspannender Blick, der Weblogs ganz explizit mit einschließt.
Viele Blogger zucken zusammen, wenn Weblogs als Online-Tagebücher bezeichnet werden. Das greife zu kurz oder sei gar despektierlich formuliert, meinen sie, schließlich verknüpfen sich mit dem Bloggen Ziele, die über das bloße Mitteilen des eigenen Alltags hinaus gehen. Doch gerade diese Alltagsbeschreibungen machen Weblogs so interessant, dem vermeintlich Banalen wohnt oft ein hoher Bedeutungsgehalt inne.
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Ansgar Zerfaß am 23. Mai 2007, in - 3 Kommentare
Wer Podcast nutzt, wie und warum … – dieser Frage geht Barbara Rampf von der Ludwigs-Maximilians-Universität München im Rahmen ihrer Magisterarbeit nach. Ein Online-Fragebogen zum Thema ist jetzt im Netz verfügbar. Wer helfen will, sollte mitmachen und die Information weitergeben.
Thomas Praus am 17. Mai 2007, in - 14 Kommentare
Vergleicht man die Zahlen aus zwei verschiedenen Studien zur Weblognutzung in Deutschland, so verwirren die Ergebnisse. Im Digital Life Report vom März 2006 war von 6,6 Mio. Webloglesern die Rede. Die gerade erschienene Focus Communications Network Studie findet laut Horizont (die originären Studienergebnisse sind online nicht verfügbar) 2,56 Mio. Weblogbesucher. Das pikante dabei: Beide Studien wurden von TNS Infratest durchgeführt. Man fragt sich: Wie kommt man zu so unterschiedlichen Ergebnissen, noch dazu mit einer höheren Leserzahl, die aber früher ermittelt wurde und welches kommt der Wirklichkeit tatsächlich nahe?
[via off-the-record]